IMPLANTATE

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IMPLANTATE

Sprechen, Essen und Lachen soll mit künstlichen Zähnen möglichst genauso gut funktionieren wie mit den Eigenen. Dieser verständliche Wunsch lässt sich in vielen Fällen mit Hilfe von Zahnimplantaten erfüllen. Mehr als 100.000 dieser „künstlichen Zahnwurzeln“ pflanzen Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen pro Jahr ein. In einem zweiten späteren Arbeitsgang befestigt Ihr Zahnarzt auf den Implantaten anschliessend die neuen Zähne.

EINZELZAHNIMPLANTATE

Möglich ist eine Implantation bereits dann, wenn auch nur ein einzelner Zahn fehlt und wenn anatomische und medizinische Voraussetzungen diesen Eingriff zulassen. Die künstlichen Zahnwurzeln haben einen ganz besonderen Vorteil: sie verhindern, das sich der Kieferknochen aufgrund ungenügender Belastung weiter zurückbildet - sonst eine langfristige Folge von Zahnverlust.

Als Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg bin ich für derartige Eingriffe speziell ausgebildet. Dazu gehören nicht nur die eigentliche Implantation, sondern auch entsprechende Voruntersuchungen der Mundhöhle und Röntgenaufnahmen, sowie regelmäßige Nachkontrollen.

Ein Zahnimplantat besteht zumeist aus dem biologisch verträglichen Metall Titan. In einem kurzen und absolut schmerzlosen operativen Eingriff wird es in den Kieferknochen eingesetzt. Dort heilt es ein und wird praktisch zum Bestandteil des Knochens. Während die noch bestehende Zahnlücke zunächst mit einem Provisorium überbrückt werden kann, beträgt die Einheilungsphase eines Implantates üblicherweise 2 bis 4 Monate. Anschliessend dient ein Implantat als Pfeiler für den eigentlichen Zahnersatz. Nach der Freilegung des Implantates durch den Chirurgen kann nun der Zahnarzt den individuell durch den Zahntechniker hergestellten Zahn auf die Titanwurzel verschrauben oder zementieren.


KOMBINIERTE ZAHNERSATZBEHANDLUNG

Wenn mehrere oder sogar alle Zähne fehlen, können Brücken festsitzend oder Zahnersatz abnehmbar mit Hilfe von Implantaten im Kiefer verankert werden.

Ein abnehmbarer Zahnersatz, vor dem viele Patienten zunächst regelrecht zurückschrecken, zeichnet sich aber durch mehrere Vorteile aus:

  • Der Zahnersatz kann einfacher und besser gepflegt werden.
  • Es besteht bei Patienten mit z.B. Parodontitis oder ungünstigen statischen Verhältnissen eine mögliche Ergänzungs- bzw. Erweiterungsfähigkeit des Zahnersatzes.
  • Im Vergleich zum festsitzenden Zahnersatz bestehen geringere Reparaturkosten.
  • Es kennzeichnet sich durch eine lange Haltbarkeit aus.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass ein abnehmbarer Zahnersatz genauso fest sitzen kann, wie verschraubte oder zementierte Lösungen. Entscheidend hierfür ist die Zahl und die Position der Pfeiler, seien diese natürliche Zähne oder auch Implantate.

Hat sich der Kieferknochen allerdings bereits soweit zurückgebildet, dass eine Implantation im ortsständigen Knochen nicht mehr möglich ist, kann der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg diesen Verlust durch Transplantation körpereigener Knochensubstanz ausgleichen. Hierbei stehen als Entnahmestellen das Kinn, aber auch Teile des zurückliegenden Unter- und Oberkiefers, sowie bei größeren Kieferknochendefekten der Knochen des vorderen und hinteren Beckens zur Verfügung.

Bereits ein gesunder Zahn sollte mehrmals täglich eigenständig gepflegt werden. Da das Implantat jedoch keine natürliche Zahnwurzel mit körpereigenem Zahn mehr darstellt, fällt gerade der Zahnhygiene bzw. Implantathygiene eine besondere Bedeutung zu. Hierbei sind neben einer genauen Pflegeanleitung durch den Arzt bzw. dessen Team vor allem in den ersten Jahren dringend engmaschige Kontrollen alle sechs bis zwölf Wochen notwendig, um einer beginnenden Infektion rechtzeitig entgegenwirken zu können (Quelle: Bundesverband Deutscher Ärzte für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie e.V., Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie e. V.).

Titan zeichnet sich durch ein hervorragendes Korrosionsverhalten aus und hat dadurch im Vergleich zu anderen Metallen eine gute immunologische Verträglichkeit. Allerdings kann es in seltenen Fällen zu unerwünschten Entzündungserscheinungen kommen, die nicht selten zu einem Knochenabbau führen.

Eine „Titansensibilisierung” (Typ IV - Allergie) ist selten, kann aber mittels einer Blutuntersuchung (dTT - Test) unter Einsendung einer Titanwerkstoffprobe getestet werden. Dies wird vor allem bei einer hohen Allergieneigung und bekannten Allergien gegen Metalle oder zahnärztliche Werkstoffe empfohlen. Häufigere Ursache der individuellen Unverträglichkeit auf Titan ist eine überschießende Entzündung und Reaktion der Immunzellen auf den Kontakt mit Titanpartikeln. Ebenso kann eine genetische Entzündungsneigung zu einer überschießenden Zellreaktion auf entsprechende Schlüsselreize wie Fremdmaterialien vorliegen. Beides erhöht die Wahrscheinlichkeit für primäre und sekundäre Implantatverluste. Wir beraten Sie gerne über eine mögliche Labordiagnostik vor einer Implantation.

Bei bekannter Überempfindlichkeit werden entsprechende Alternativen mit Ihnen diskutiert.

In der Implantologie gibt es eine Reihe von angebotenen Implantatsystemen. Welches System das Richtige ist, entscheiden Arzt, Zahnarzt und Patient nach einer eingehenden Beratung und Voruntersuchung.
Für den Preis der Behandlung entscheidend ist allerdings nicht nur das System, sondern auch die Anzahl der Implantate. Darüber orientiert sie der Kostenvoranschlag. Hinzu kommen die Kosten für den Zahnersatz (Krone, Brücke oder Prothese), die Ihnen Ihr Zahnarzt schriftlich mitteilt.

Unsere Leistungen