Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten

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Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten

Das Auftreten einer Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte bei einem Neugeborenem erfordert immer ein interdisziplinäres Zusammenarbeiten. Hier findet in enger Abstimmung mit der Kieferorthopädie, der Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, der Logopädie und der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie ein genau festgelegtes Therapiekonzept Anwendung. Nach der Geburt wird vom Kieferorthopäden eine kleine Trinkplatte für den Säugling angefertigt, um, sollte eine vollständige Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte vorhanden sein, das Ausfließen von Nahrung aus der Nase zu vermeiden und dem Säugling die Möglichkeit zum Schlucken und Trinken zu geben.

In einem Patientenalter von etwa sechs bis sieben Monaten verschließt der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg dann die Lippenspalte. Abhängig von der Größe des Defektes erfolgt der Verschluss des harten Gaumens mit 10 – 12 Monaten, der Verschluss des weichen Gaumens mit 14 – 16 Monaten. Gelegentlich kommen auch simultane Verschlüsse von harten und weichen Gaumen zur Anwendung, dies dann in der Regel mit 12 – 13 Monaten. Anschließend erfolgt die weitere kieferorthopädische und logopädische Überwachung des Patienten. In besonders seltenen Fällen kann eine sog. sprachverbessernde Operation noch vor Einschulung notwendig werden. Diese Behandlung wird allerdings eher zurückhaltend betrachtet. Weitere Eingriffe schließen sich mit 10 – 12 Jahren in Form der sekundären Osteoplastik, d.h. der Auffüllung des Kieferspaltendefektes, um die Eckzähne einstellen zu können, mit körpereigenem Knochen an. Weitere Korrekturen, beispielsweise an der Nase sollten dann nach Auswachsen des Kindes mit ca. 15 – 16 Jahren durchgeführt werden. Durch die Narbenbildung kann es zu zurückbleibendem Wachstum, insbesondere des Mittelgesichtes, kommen. Spätere skelettverlagernde Operationen werden dann zwischen 16 und 20 Jahren durchgeführt.

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